In diesem Blogartikel möchte ich ganz offen über das große Tabu-Thema „Geld“ sprechen und aus einem aktuellen Anlass ein Geständnis machen: „Ja, richtig mir geht’s eigentlich nur noch ums Geld.“ Warum? Das erzähle ich dir in diesem Artikel.

Ich nehme heute 2 Begegnungen aus meinem Umkreis zum Anlass, die mir mir oder weniger indirekt vorgeworfen haben, dass es mir ja nur noch ums Geld ginge. Ich habe darüber nachgedacht und ich muss echt gestehen, JA, sie haben recht.

Wir Selbstständige müssen jeden Monat wieder dafür sorgen, dass wir von unserem Business auch Leben können.

Punkt, aus die Maus. Die Realität ist manchmal vielleicht hart und doch auch total simpel.

Denn was ist der Zweck eines Unternehmens. Wenn wir es mal ganz simpel betrachten. Du hast eine Ware oder Dienstleistung und die muss an den Mann oder die Frau gebracht werden, nennt man dann Marketing. 🙂 Alles andere, was drumherum passiert, Buchhaltung, Verwaltung, IT usw. sind meiner Meinung nach Randthemen, denn du kannst die tollste IT oder bestorganisierteste Buchhaltung haben, doch wenn du keine Kunden findest und keinen Umsatz reinbringst, dann hat man einfach kein Business.

Punkt, aus die Maus. 🙂

Und doch scheint das immer wieder Menschen ein Dorn im Auge zu sein. Ich muss da mal in den Raum werfen, dass ich dieses Phänomen öfter bei Frauen beobachte. Männer ticken da irgendwie anders, da ist es völlig normal, dass man als Unternehmer natürlich Gewinne machen muss. Doch (einige) Frauen bringen da anscheinend öfter mal was durcheinander.

Deshalb heute an dieser Stelle meine 4 besten Gründe, warum es mir „nur noch ums Geld geht“ und warum es dir das auch gehen sollte. Ganz besonders, wenn du noch in den ersten Jahren deiner Selbständigkeit und im Aufbau bist, aber auch danach hört es nie auf.

 

# 1: Du hast eine tolle Mission, willst die Welt verbessern.

Hey, das habe ich auch! Große Pläne, Visionen, tolle Ideen! Und ja, ich will auch Gutes tun, anderen Menschen helfen, die Welt ein Stückchen besser machen. Ich kann das supergut verstehen und den meisten meiner Kunden, die Dienstleister oder Berater sind, geht es so. Das ist unser Antrieb, richtig? Deshalb haben wir uns mal selbstständig gemacht! Ich denke da an den Heilpraktiker, der die Leiden seiner Kunden lindern will – oder an den Berater, der sein Wissen in Unternehmen teilt und damit Probleme löst – oder an den Grafiker, der einen tollen Außenauftritt für seine Kunden gestaltet… oder oder oder. Jeder auf seine eigene Art und Wissen. Was ist deine?

Ich finde es auch wirklich gut, wenn man genau diesen Antrieb nimmt zu sagen: „Ich mit dem, was ich tue.. möchte die Welt verbessern!“ Klasse. Ein viel besserer Ansatz wie ich finde, als zu sagen: „Es ist mir letztendlich egal, was ich vermarkte, Hauptsache es bringt möglichst viel Geld in die Kasse!“

Ein Widerspruch zu meinem Titel diese Beitrags? Nein ganz und gar nicht.

Ich möchte dich einfach nur an eine kleine Sache erinnern: Wenn du wirklich gutes Geld mit deiner Selbstständigkeit erwirtschaftest, dann arbeitet das für dich. Denn dann kannst du noch viel mehr Menschen erreichen und damit den Hebeleffekt größer und größer werden lassen. Und wenn du mehr und mehr Menschen erreichst, dann, ja dann kannst du wirklich die Welt ein Stückchen verändern.

Ich sage daher: „Mir geht es nur noch ums Geld, denn das brauche ich, wenn ich nicht nur 100 oder 1.000 sonder gar 100.000 Menschen da draußen erreichen will.“

 

# 2: Marketing und Verkaufen sind dir zuwider

Die wenigsten von uns machen sich selbstständig, weil sie gerne Marketing und Verkauf machen. Im Gegenteil, letztendlich ist es den meisten eher zuwider. Im Kopf hat man den Vorwerk-Vertreter, der von Haus zu Haus Klinken putzen muss. Doch ich finde, verkaufen geht heute anders und macht so viel mehr Spaß! 🙂 Man muss keine Klinken mehr putzen, oder Kaltakquise Telefonate führen – finde ich auch alles total furchtbar und habe ich in all den 6 Jahren meiner Selbständigkeit nie gemacht.

Stattdessen kannst du Content Marketing nutzen um dich und dein Angebot bekannt zu machen. Jetzt erzähl mir nicht, dass das viel Arbeit ist all die Webinare zu machen, Blog zu schreiben, Videos zu drehen. Ich habe nie gesagt, dass das keine Arbeit ist. 🙂 Du solltest vielmehr die Freude und die Leichtigkeit darin finden für dich. Es gibt so viele Möglichkeiten, mach das, was dir Spaß macht. Und vergiss nicht, du machst es einmal, wie z.B. so einen Artikel schreiben und dann ist er für immer und ewig im Netz und wird dort gefunden. Und je mehr Nadeln du im Heuhaufen Internet von dir verstreust (Blogartikel, Videos, Facebook Postings…), desto mehr Menschen werden auf dich aufmerksam, Tag und Nacht.

Aber auch da stelle ich fest, manche Leute vergessen den Zweck des Ganzen. Ja, durch Content Marketing teilen wir viel Gratis Content mit Mehrwert und doch hat das einen Zweck, du möchtest damit Menschen begeistern und Kunden gewinnen. Fertig, aus Basta! Ich gebe also zu, ich schreibe diesen Artikel, damit ich die Menschen erreiche, die sich durch meine Worte angesprochen fühlen und ich möchte dich neugierig darauf machen mit mir zu arbeiten. 😉

Ich sage daher: „Mir geht es nur noch ums Geld, denn ich habe Marketing und Online-Verkauf lieben gelernt!“

 

# 3: Du hast Existenzängste und sorgst dich, wie du nächsten Monat deine Miete zahlen kannst

Auch in meiner Selbständigkeit gab es nicht immer nur tolle Monate. Ich kenne das daher auch sehr gut, wenn man Existenzängste hat und sich Sorgen macht. Und ich finde, das Schlimmste überhaupt, diese Gedanken und diese Sorgen. Wenn du schon einmal in dieser Situation warst, weisst du was ich meine. Für mich persönlich war genau das eine ganz große Motivation mehr Menschen zu erreichen, meine Umsätze zu steigern, kontinuierliches Einkommen ins Haus zu bringen. Ich wollte diese Sorgen nicht mehr haben, ich will am Ende eines Monats wissen, dass auch nächsten und übernächsten Monat wieder Summe xyz reinkommt. Und dafür hab ich echt den Allerwertesten bewegt!

Neben all der Freiheit sein eigener Boss zu sein, ist das ja wirklich die große Kehrseite der Medaille. Man hat eben nicht mehr das geregelte Einkommen wie als Festangestellter, sondern du musst jeden Tag etwas dafür tun. Aber (!) und das fand ich immer genial. Du kannst dein Einkommen auch selbst mitbestimmen. Ich wünsche es dir von ganzem Herzen, dass du Erfolg mit deinem Marketing hast, dass du viele Menschen erreichst und Geld ins Haus bringst, deshalb weil ich weiss, wie es ist, wenn man sich Sorgen macht, wie es nächsten Monat weitergeht. Und es gibt nichts Schlimmeres!

Ich sage daher, mir geht es nur noch ums Geld, denn ich will niemals mehr wieder Existenzängste haben müssen!

 

# 4: Du wünscht dir (passives) Einkommen und gleichzeitig Freiheit

Ich habe lange Zeit gedacht, Geld ist eine tolle Motivation. Ich hatte auch lange Zeit den Traum von 1.000.000 € Umsatz pro Jahr. Keine Sorge, da bin ich noch nicht. Dieses Ziel hatte ich, weil es gut klingt, weil es die nächste große Stufe wäre, die es zu erreichen gibt, weil alle davon reden?! Doch manchmal muss man sich hinterfragen: Hey, ist das wirklich mein Traum? Was bedeutet es ein Unternehmen zu führen, das 1.000.000 € Umsatz macht. Mitarbeiter? Kosten? Zeitaufwand?

Und was will ICH wirklich? Ich habe nicht umsonst einmal ein Unternehmen gegründet, was „FreeDays“ heißt. Ich möchte meine Zeit frei einteilen können, viel Zeit für Kreativität haben, mich mit Menschen umgeben, mit denen die Arbeit Freude macht.

Manchmal muss man daher auch (scheinbar) einen Schritt zurück gehen um SEIN ZIEL zu erreichen. Das ist mein Appell an dich, wenn du so tickst wie ich. Es geht nicht um Verkaufen um jeden Preis. In diese Falle bin ich nämlich schon mehrfach getappt. Noch ein Auftrag und noch ein Auftrag, wunderbar! Doch dann irgendwann müssen die Aufträge bearbeitet werden und das kostet Zeit und Aufwand, vielleicht muss sogar ein Team koordiniert werden. Wenn das dein Business ist, super! Doch ich habe mich ganz bewusst aus diesem Business immer mehr rausgezogen, weil ich dieses Geschäftsmodell so nicht wollte. Deshalb habe ich eine Online Akademie aufgebaut, deshalb verkaufe ich heute Selbstlernkurse und Workshops. Mit diesem skalierbaren Angebot habe ich die Möglichkeit viele Menschen zu erreichen und langfristig viel mehr Umsatz zu machen und dabei auch noch FreeDays zu haben. (So kann es übrigens auch gerne die 1.000.000 € werden!) Heute verkaufe ich täglich Kurse aus meinem Angebot (passiv und automatisiert), aber das hat mich 6 Jahre gebraucht um dahin zu kommen. Ich verrate dir nochwas, ich habe nur noch ein einziges Postfach auf meinem Smartphone eingerichtet, das ist das Postfach, wo die Bestätigungsmails von Digistore eingehen, wenn wieder ein Kurs verkauft wurde. Und ja, ich freue mich über jeden einzelnen Kunden und jeden einzelnen Verkauf, egal ob 17 oder 1.000 €.

Ich sage daher: „Mir geht es nur noch ums Geld und ich freue mich über jeden neuen gewonnen Kunden – es wäre doch auch verrückt, wenn ich das nicht täte.“

 

So, das waren meine offenen Worte über das liebe Geld. Ein Thema, über das man ja sonst nicht redet und sich doch täglich damit beschäftigt. Ich wünsche mir wirklich, dass sich eine andere Kultur entwickelt. Geld ist doch nicht Schlechtes, es ist ein Austausch von Energie. Je mehr du nach draußen bringst, mit Marketing, mit deiner Präsenz, mit deinem guten Angebot.. je mehr du tust, desto mehr Menschen wirst du erreichen – und automatisch mehr Geld verdienen. Was man dann wieder einsetzen kann um das eigene Angebot weiter zu verbessern, sein eigenes Wissen zu erweitern, Mitarbeiter einzustellen (Arbeitsplätze schaffen!), vielleicht sogar soziale Projekte zu unterstützen – und natürlich auch um dir selbst was zu gönnen um die schönen Seiten des Lebens zu genießen. Denn wenn du selbst deine Marke ICH bist, dann musst du dafür sorgen, dass es dir gut geht.

Damit fängt alles an, sorge erstmal dafür, dass es dir selbst gut geht (im Sinne eines geregelten Einkommens!) und wenn du das geschafft hast, dann kannst du die Welt verbessern.

Das ist wie im Flugzeug, man soll sich zuallererst selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, bevor man jemand anderem hilft.

 

P.S. Ich hoffe du verzeihst meine Offenheit und ich bin gespannt über dein Feedback zu meinen Worten als Kommentar unter diesem Artikel.

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Bildquelle Artikelbild: © Sergey Nivens / fotolia.com

Julia Will
Julia Will
Nach 7 Jahren im Online Geschäft ist es meine persönliche Mission geworden, andere selbstständige Frauen dabei zu unterstützen, ein erfolgreiches Coaching-Business aufzubauen. Ich habe in den letzten 3 Jahren 20 Online Kurse erstellt, 150 Video-Lerneinheiten aufgenommen und 1.500 Teilnehmer für meine Online Kurse gewonnen. Außerdem habe ich ein Coaching- und Mentoring Programm aufgebaut, in dem ich die Vorteile von Online Seminaren, Live-Elementen und Community nutze. Ich bin ein großer Fan der digitalen Möglichkeiten, die wir für unsere moderne Selbstständigkeit heute haben. Wie du das mit Freude und Leichtigkeit auch für dich nutzen kannst, das möchte ich dir gerne zeigen: einen Weg zu deinem Happymind Business.

42 Comments

  1. Liebe Julia, danke für diesen tollen Beitrag! Du sprichst mir wirklich aus der Seele. Als ich mich vor anderthalb Jahren selbständig gemacht habe, habe ich sehr schnell gemerkt, dass die meisten Frauen die Frage „Warum hast du dich selbständig gemacht?“ beantworten mit „Weil ich Menschen helfen möchte.“. Daran ist überhaupt gar nichts Schlimmes, im Gegenteil! Aber erst kürzlich hatte ich ein Kennenlerngespräch mit einer ganz tollen Frau und Unternehmerin, die mir die Frage „Wie viel Umsatz machst du im Monat?“ gar nicht beantworten konnte, weil sie einfach keinen Überblick hatte. Dann ist es ja kein Wunder, dass gerade viele Frauen in ihrem Business frustriert, unzufrieden und unglücklich sind! Den Fokus darauf zu legen, Umsatz zu machen, heißt nämlich nicht, dass es einem weniger wichtig wird Menschen zu helfen. Sondern es wird einem wichtiger, dass es auch einem selbst gut geht. Und davon profitieren am Ende alle, vor allem auch die Kunden. Liebe Grüße, Katharina

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Katharina,

      wie ich dir ja schon via Facebook geschrieben habe, warst du die erste, die auf meinen Artikel hier reagiert hat. Ich habe mich sehr gefreut, dass meine Botschaft richtig angekommen bist, denn du hast die toll zusammen gefasst.

      „Den Fokus darauf zu legen, Umsatz zu machen, heißt nämlich nicht, dass es einem weniger wichtig wird Menschen zu helfen.“

      Ich möchte ganz besonders diesen Satz von dir nochmal rausstellen, der ist super und so WAHR!!!
      Das eine hat mit dem anderen nämlich nix zu tun.

      Danke dir fürs Teilen und bis bald..

      Julia

  2. Du sprichst mir aus der Seele, liebe Julia! Die meisten Menschen gehen einem Job nach, den sie nicht mögen. Unterstützen Unternehmer, dessen Machenschaften sie nicht wollen. Arbeiten mit Menschen zusammen, mit denen sie im Privaten noch nicht mal an einem Tisch sitzen wollten….. Wenn man sie fragt, warum sie sich das antun, kommt als Argument: Ich muss doch meine Miete bezahlen….. Bist du selbständig, dann wird dir vorgeworfen, du seist ja nur auf das Geld aus. Ja, das sind wir – und das ist gut so!

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Kristina,

      auch hier kann man wieder sagen, verrückte Welt oder?
      Als Angstellter ist das OK, was für uns Selbstständige nicht ok ist. 🙂
      Aber spürst du auch den frischen Wind hier in den Kommentaren, das freut mich so sehr.

      Danke, dass du das mit uns geteilt hast.

      Viele Grüße
      Julia

  3. Sung-Hee sagt:

    Sehr guter und „richtiger“ Blogartikel! Ich stimme absolut zu, vor allem, dass FRAUEN es einem übel nehmen, wenn man für seine Arbeit Geld verlangt. Echt komisch. Ob das Neid ist?

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo liebe Sung,

      danke für deinen Kommentar. Ja leider ist dieses Phänomen eher bei Frauen zu entdecken – fangen wir an es zu ändern! 🙂

      Liebe Grüße
      Julia

  4. Hallo Julia,

    starker Artikel, klare Meinung.
    Ich bin ganz bei dir. Da sieht man mal wie viele Menschen negative Glaubenssätze zum Thema Geld und Verkaufen haben.
    Keiner würde sich beklagen, wenn er viel Geld hätte aber die wenigsten wollen es wirklich.

    Und ich finde es mehr als legitim, dass wenn man die Welt verbessert und vielen Menschen hilft, dann auch Geld hängen bleiben soll. Alles andere wäre ja schwachsinnig.

    Also, dir viel Spaß weiterhin beim Geld verdienen 😉

    Beste Grüße

    Denise

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Denise,

      vielen lieben Dank! Und ja, das ist wahr, da sprichst du ein wichtiges Thema an. Ich habe auch an meinen Glaubenssätzen zum Thema Geld gearbeitet (bzw. mache das immer noch). Denn Marketingtechniken sind nur die halbe Miete, der Rest ist „innere Einstellung“, wenn man sich z.B. selbst sabotiert, dann bringt auch das beste Marketing nix.

      Dir auch weiterhin viel Spaß beim Geld verdienen. 🙂

      Liebe Grüße
      Julia

  5. Jennifer sagt:

    Liebe Julia,
    ein sehr guter Blog Artikel, der mir aus dem Herzen spricht. Für guten Content darf man auch gut entlohnt werden. Ich arbeite ja im „spirituellen“ Bereich und da ist es gefühlt noch schlimmer. Neulich hat sich echt jemand beschwert, warum wir für unsere Arbeit überhaupt Geld nehmen, spirituelles Wissen sollte man immer frei weiter geben. Da fällt einem dann auch nichts mehr ein. Ich habe drei Kinder zu versorgen, arbeite für mein Business im Aufbau mindestens 50- 60 Stunden die Woche und da muss man einfach sich nicht mehr entschuldigen oder ein schlechtes Gewissen haben, dass man dafür auch vernünftig entlohnt werden möchte. Ich habe von dir soviel lernen dürfen über Social Media Marketing, ganz viel hast du als Freebie kostenlos zur Verfügung gestellt und gerne habe ich die kostenpflichtigen Kurse bei dir bezahlt. Gute Arbeit muss eben auch entlohnt werden. Wir leben schließlich nicht von Luft und Liebe.
    Schön, dass du dich getraut hast, das Thema mal offen anzusprechen. Das tut richtig gut.
    Ganz liebe Grüße. Mach weiter mit deiner tollen einsatzstarken Arbeit. Und ich hoffe, dass ich noch so einiges von dir lernen darf.
    Liebe Grüße
    Jennifer Weidmann
    Gründerin von
    http://www.urvertrauen.de

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Jennifer,

      danke dir für deinen Kommentar und dass du deine Erfahrungen aus dem spirituellen Bereich mit uns teilst. Ja, das habe ich auch schon von einigen Kundinnen gehört, die in diesem Bereich tätig sind. Was ein Quatsch, egal ob spirituell oder nicht – du musst auch davon deinen Lebensunterhalt bestreiten.

      Danke dir auch sehr, ich freue mich, dass du aus meinem kostenfreien Content und auch aus meinen Kursen so viel mitnehmen konntest. So ist doch der Idealfall. Ich verkaufe z.B. einen Kurs an dich, das stiftet so viel Mehrwert, dass du langfristig damit wiederrum neue Kunden gewinnst und sich deine Investition in den Kurs wieder auszahlt. So viel zum Thema, Geld ist Energie, aber das muss ich dir als spirituellen Menschen ja nicht erzählen. 😉

      Ich wünsche dir weiterhin ganz ganz viel Erfolg und bis bald.
      Julia

  6. Liebe Julia, ich möchte die Welt mit meiner Kalligraphie und Kunst schöner und wärmer machen. Und leider ist es so, dass es Leute (auch Männer) gibt, die der Ansicht sind, eine Dienstleisung (insbesondere im Sektor Kunst), die dem Auftragnehmer auch noch Spaß macht, kein oder nur sehr wenig Geld wert ist. Ich stimme dir 100% zu, dass wir in erster Linie für Geld, und erst in zweiter Linie für unsere Ideale arbeiten können. Wir sind bestens qualifiziert, arbeiten hart und haben Spaß dabei. Neid oder Gedankenlosigkeit, egal: Ohne Geld müssen wir unsere Geschäfte schließen. Ganz einfach. Laut sagen darf man das irgendwie nicht, das klingt in vielen Ohren komisch. Deshalb: Danke für diesen ehrlichen Artikel mit bester Argumentation. Liebe Grüße Sigrid

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Sigrid,

      danke für deinen Kommentar. Oja, das höre ich auch immer wieder, gerade aus dem Bereich Kunst, Fotografie usw. Hast du denn vergessen, dass Arbeit keinen Spaß machen darf? 😉 (Ist natürlich nicht ernst gemeint!)

      „Ohne Geld müssen wir unsere Geschäfte schließen!“ – Das hast du sehr schön auf den Punkt gebracht, genau so ist das. Das stimmt, laut sagen darf man das nicht.. und doch haben wir es jetzt einfach getan.. 😉

      Liebe Grüße
      Julia

  7. Carsten sagt:

    Herrlich!
    Danke…
    Schon als 11 jähriger erlebte ich diese Verlogenheit zum Thema Geld verdienen…
    Meine Eltern waren Kaufleute und in dem Alter bekam ich mit wie meine Mutter einen Vertreter aus ihren Laden schmiss,mit den Worten…
    „Gehen sie raus, solche Menschen weil ich hier in meinem Laden nicht haben, sie wollen doch nur mein Geld…“

    …und was willst Du von den Menschen die hier in Eiern Laden kommen… fragte ich sie und sie sagte es wäre etwas anderes…

    Heute als Hypnose Coach denke oft daran, vor allem wenn sich Bekannte beschweren über meine Preise und mich beschimpfen als Geldgierig… selber aber als Angestellte mit Gehältern um die 4~5.000 Eur meckern dass sie mehr verdient hätten!
    Sie haben für Ihre Ausbildung nichts bezahlt und Leben im sicheren Hafen der Drohung wechseln zu können und begreifen unsere Denkweise nicht…

    Ich genieße meinen Status, meine Arbeitsweise (sich wenn es immer wieder mal kribbelt obs alles passt) und die freie Zeiteinteilung (mit Einschränkungen)

    Danke,
    Toller Artikel… wird geteilt

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Carsten,

      danke fürs Teilen! 🙂

      Ja, die Geschichte aus deiner Kindheit beschreibt es sehr gut. Klasse, danke dass du uns hier davon erzählt hast, das drückt die verrückte Denkweise wirklich aus.

      Ja, das ist der Unterschied zu deinen angestellten Freunden. Du hast es selbst in die Hand genommen und entschieden, dein Einkommen selbst zu bestimmen. Ich freue mich, dass es sich für dich auszuzahlen scheint, klasse!

      Freie Zeiteinteilung (mit Einschränkung) kann ich übrigens auch voll und ganz unterschreiben. 🙂

      Liebe Grüße
      Julia

  8. Liebe Julia,
    ich bin jetzt seit mehr als dreizehn Jahren selbstständig. Davor habe ich zehn Jahre angestellt gearbeitet. Ich kenne also beide Welten. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, hatte ich auch diese Einstellung „Verkaufen ist unethisch“ und dieses Mindset war meine größte Hürde in den ersten drei Jahren meiner Selbstständigkeit. Als Marketing-Beraterin wollte ich Menschen helfen, Kunden zu finden – aber selbst fiel mir das unendlich schwer. Ich wollte nicht verkaufen, sondern beraten.

    Dein Artikel spricht die wichtigsten Punkte an – und insbesondere #3 wird ein Mensch, der nie selbstständig war, nicht wirklich nachfühlen können. In meinen dreizehneinhalb Jahren habe ich alles erlebt, Höhen wie Tiefen und bin froh, dass ich nun eine Möglichkeit gefunden habe, mit Online-Kursen mein Business zu skalieren. Noch bin ich im Aufbau – aber der Start ist vielversprechend. Und: Es macht unendlich viel Spaß, endlich mal wieder an meinem Unternehmen und nicht in meinem Unternehmen zu arbeiten.

    Danke für die offenen Worte.

    Beste Grüße
    Birgit

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Birgit,

      danke dir, dass du auch deine Erfahrungen hier mit uns teilst.
      Ich freue mich auch für dich, dass du einen Weg gefunden hast mit Online Kursen dein Business zu skalieren. Ich liebe diese Arbeit auch wirklich sehr. Ich wünsche dir von Herzen ganz ganz viel Erfolg beim weiteren Aufbau!

      Viele Grüße
      Julia

  9. Gina Haschke sagt:

    Liebe Julia,
    ein toller Artikel, der auch mir wie vielen andern aus dem Herzen spricht. Im Übrigen geht es den anderen, die im Angestelltenverhältnis einer Erwerbstätigkeit nachgehen, auch nur darum. Auch sie brauchen es auf Nachfrage für den Lebensunterhalt. Wir Deutschen haben irgendwie ein sehr merkwürdiges, gespaltenes Verhältnis zum Geld. Wenn jemand gut verdient, es zu Wohlstand gebracht hat, wird ihm/ihr immer unterstellt, dass dies nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Ich habe mich aus mehreren Gründen für eine Selbständigkeit entschieden: a) habe ich nach einer längeren Familienpause einfach nicht wieder den Einstieg gefunden (man ist wohl der Meinung, dass unter den Geburten die grauen Zellen gleich mit zerplatzen!), b) wollte ich nicht auf Dauer weit unter meiner Qualifikation, für absurde Bedingungen (Gehalt und Arbeitszeiten) arbeiten, c) wollte ich weiterhin für meine Kinder ansprechbar sein und d) wollte ich tatsächlich einer Tätigkeit nachgehen, die mich erfüllt, die mir Spaß bringt. Viele, die meine persönliche Situation kennen, möchten gar nicht mit mir tauschen. Es ist immer wieder ein Kampf, mit drei Kindern, die es zu versorgen gibt, eine echte Herausforderung. Aber ich bleibe dran… und Schritt-für-Schritt geht es vor- und aufwärts.
    Ich denke es ist Neid und ich gehe jede Wette ein, dass diese Sätze von Frauen stammen. Woher diese Stutenbissigkeit, dieser Neid kommt, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Und ich kenne, dass aus leidvoller Erfahrung. Empfehlungen wurden bisher fast ausschließlich von Männern ausgesprochen. Ein gutes Miteinander, ein Netzwerk, guten Austausch und konstruktive Kritik – werden wohl noch ein bisschen unter Frauen auf sich warten lassen.
    Dir weiterhin viel Erfolg. Tolle Zahlen!
    Gina von der Frauen-Zukunftswerkstatt

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Gina,

      schön, dass du mir auf meinen Artikel geantwortet hast.
      Absolut, ich kennen fast nur Angestellte, die ihre Arbeit nicht wirklich mit Freude tun, sondern eben jeden Morgen aufstehen und zur Arbeit fahren, weil sie ja Geld verdienen müssen.

      Und dass wir Deutschen ein seltsames Verhältnis zu Geld haben ist absolut wahr! Doch der heutige Artikel und die vielen tollen Kommentare von euch anderen Selbstständigen lassen mich optimistisch werden, dass auch das im Wandel ist.
      1
      Wow, Hut ab! Ich weiss selbst, wie viel Zeit die eigene Selbständigkeit mit sich bringt. Ich wünsche dir von Herzen, dass du das wunderbar mit der Familie gewuppt bekommst. Denn auch wenn ich noch keine Kinder habe, finde ich es immer einen wunderbaren Gedanken einer Arbeit nachzugehen, bei der man wie in c) erwähnt, Familie und Job wunderbar miteinander verbinden kann.

      Ganz liebe Grüße
      Julia

  10. Barbara sagt:

    Liebe Julia, danke für diesen tollen und auf-den-Punkt Blog. Ich stimme Dir voll und ganz bei Dir – es geht ums Geld. Ich habe mich im Direkt-Vertrieb (m. einem Online-Shop) selbständig gemacht. Es gibt noch viel zu viel negative Einstellungen zu diesen Dienstleistungen, obwohl jeder davon profitiert.
    Denke an dieses alte Sprichwort: Schadenfreude gibt es umsonst – Neid musst Du Dir erarbeiten.
    Ich wünsche Dir und Euch Allen viel Erfolg!

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo liebe Barabara,

      ich freue mich über deine Nachricht und wünsche dir auch weiterhin ganz ganz viel Erfolg mit dem Online Shop!

      Liebe Grüße
      Julia

  11. Bella sagt:

    Interessanterweise kommt der Vorwurft „Dir geht es ja nur ums Geld“ häufig von jenen, die selber einen Job machen (wegen dem Geld), den sie hassen. „Ich tu das nur wegen dem Geld“, sagen sie, „eigentlich möcht ich eh viel lieber. Aber …“ Und dann sülzen sie dich voll, was allen nicht geht, und wie schwer und blöd und ach herrje …
    Das sind genau die, die dich verurteilen, dass du dich über diese Hemmschwellen und Hindernisse hinweggesetzt hast und deine Berufung lebst, Freude hast, erfolgreich bist und dann auch noch Geld verdienst. Das ist zuviel. Dem Fräulein muss man dann mal ein bisschen in die Suppe spucken. Sie auf den Boden der Realiät zurückholen …

    Ja, es ist der Neid, der diese Leute treibt.

    Dann gibt es noch eine andere Spezies, die sind sich „zu gut“ zum Geld verdienen. Die überlassen diese „Drecksarbeit“ lieber ihren Ehemännern(frauen) – oder der Gesellschaft – und leben auf deren Kosten.

    Die dürfen auch vor ihrer eigenen Tür kehren, ehe sie anfangen, wo anders aufzuräumen.

    Du hast den Mut, Julia, die Courrage und die Eigenverantwortung, von einem Arbeitgeber, Erbteil, Ehepartner oder Vater Staat UNABHÄNGIG zu leben und dein Geld aus eigener Kraft und Kompetenz zu verdienen. Im übrigen sehe ich es als die natürlichste Form der Erwerbstätigkeit an, die den meisten moderne, zivilisierten Menschen über die letzten Jahrzehnte einfach abtrainiert wurde. Jetzt trauen sich die domestizierten Hamster die freie Feldarbeit nicht mehr zu und beißen (verbal) die, die sich nicht mehr wie Nutztiere ins Hamsterrad einspannen lassen.

    So gesehen sind verbale Angriffe dieser Art einfach nur hässlich verpackte, wunderschöne Komplimente an die vorhandene Unabhängigkeit.

    HG. Bella

    PS: und toll, dass du das Thema so mutig angesprochen hast. Viele trauen sich ja gar nicht erfolgreich werden, aus Angst vor den Neidern … Dass immer mehr (Frauen) es dennoch tun, stimmt mich zuversichtlich und sehr fröhlich.

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo liebe Bella,

      ich freue mich über diesen tollen Kommentar einer starken Frau!

      Das hast du wundervoll formuliert.. und ich möchte das gerne auf jeden anderen Selbstständigen hier übertragen:
      „Ihr habt den Mut, die Courrage und die Eigenverantwortung, von einem Arbeitgeber, Erbteil, Ehepartner oder Vater Staat UNABHÄNGIG zu leben und dein Geld aus eigener Kraft und Kompetenz zu verdienen.“

      Genau das ist es, mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt. Und ich teile total deine Meinung, dass uns das regelrecht durch Schule und Gesellschaft „abtrainiert“ wurde. Dazu hab ich mal einen ganzen Artikel geschrieben: http://www.free-days.de/selbststaendigkeit-geht-heute-anders

      Und doch spüre ich den Wunsch immer mehr.. ich glaube fest daran, dass in Zukunft noch mehr Menschen selbstständig sein wollen im wahrsten Sinne des Wortes, weil sie keine Nutztiere im Hamsterrad mehr sein wollen, sondern frei sein möchten, das zu tun, was den eigenen Talenten entspricht und Spaß macht. Die Arbeit soll zum Leben passen – und nicht mehr andersherum.

      Viele liebe Grüße
      Julia

  12. Liebe Julia,

    guter Artikel, gefällt mir, auf den Punkt gebracht. Die Kommentare zeigen sehr schön wie verkorkst das Thema Geld und Verkaufen von uns Selbständigen oft erlebt werden. Natürlich müssen wir unsere Produkte und Dienstleistungen anbieten und verkaufen. Ohne geht es nicht. Wir leben nun mal nicht im Takkatukkaland. Wir haben unsere Verpflichtungen wie alle anderen auch zu bezahlen.
    Das Witzige ist ja, dass das Verkaufen nach wie vor als irgendwie unanständig angesehen wird. Besonders von uns Frauen. Und das, wo wir doch die geborenenen Käuferinnen sind…

    Wenn jemand meint, deine Dienstleistung ist zu teuer, ist er nicht dein Kunde. Und angestellte Freundinnen haben keine Ahnung, was alles noch so weg geht von deinen Einnahmen. Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Das wissen sie nicht.

    Ich hatte vor Jahren als freie Dozentin so eine Buchhalterin bei einem Frauenbildungsträger . Ganz offensichtlich war sie neidisch auf meine Honorare, denn sie fand immer tausend Gründe die Überweisungen hinauszuzögern. Ihr war auch nicht klar, dass ich a) davon leben musste und b) dass ich davon noch etwa die Hälfte abgeben musste an die diversen Abgaben, die wir Selbständige so haben wie Steuern, Krankenversicherung, Rentenversicherung usw.

    Da ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, wo das herkommt. „Du bist zu teuer“. Sie wissen es einfach nicht. Manchmal helfen da klare Worte und ein Rechenbeispiel. Manche sind dann sehr erstaunt und betroffen.

    in diesem Sinne uns allen viel Erfolg und Geld!
    Barbara

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo liebe Barbara,

      ich freue mich über deinen Kommentar!
      Du sprichst ein wichtiges Thema an, Umsatz ist nicht gleich Gewinn.

      Ja, für Angestellte, aber auch für Selbstständige, die noch nicht so lange am Markt sind, sehe ich das immer wieder. Man verkauft seine Stunde viel zu günstig und vergisst, dass da später noch einiges an Abzügen kommen und dass man sowohl für Krankheit und Rente, als auch für den ein oder anderen umsatzschwächeren Monat vorsorgen muss.

      Das wäre ein interessantes Rechenbeispiel, was sicher einige Augen öffnet.

      Viele liebe Grüße
      Julia

  13. Stimmt! Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass besonders Frauen schnell mal die Nase rümpfen, wenn ich über Geld spreche. Genauer gesagt sind das oft Frauen, die einen oder mehrere „Versorger“ im Hintergrund haben. Eine Aufgabe, die immer noch oft von Papa an den Partner übertragen wird und so die Geldfrage zur „Männersache“ macht. Ich bin selbst auch so aufgewachsen, es hat mir nicht gut getan. Und als ich endlich begriffen hatte, dass meine Leistung – auch – Geld wert ist, hatte ich immer noch Hemmungen, es zu verlangen. Denn es gab da immer wieder die Frauen, die meinten, es wäre einfach zu viel verlangt. Inzwischen ärgere ich mich nicht mehr, ich „verkaufe“ mich aber auch nicht mehr. Meine Leistung ist ein Produkt. Wer Geschenke haben will, sollte mir dafür einen Grund geben.

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Karin,

      danke dir, dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst, freue mich über deine offenen Worte.

      Liebe Grüße
      Julia

  14. Annette sagt:

    Das ist für mich eienr der besten Blogartikel, die ich je gelesen habe und er spricht mir aus der Seele. Mein Ausbilder sagte immer „Hauptsache dem Coach geht es gut“, denn nur dann kann er inhaltlich unbefangen einen super Job machen und das ist es, wofür die Menschen schließlich zahlen. Deshalb werde ich ihn auch als Gastbeitrag auf meiner Seite teilen, denn das sollten viele Menschen lesen.

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Annette,

      vielen lieben Dank, ich freue mich, dass dir der Artikel gefallen hat.
      Danke dir auch fürs Teilen! 🙂

      Liebe Grüße
      Julia

  15. Liebe Julia,

    ein sehr schöner Artikel und wie wahr. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es immer an uns liegt, das zu ändern. Alles jammern nutzt nichts, wir müssen es selbst in die Hand nehmen und verändern. 🙂
    Unsere Einstellung, unsere Überzeugungen und unser Paradigmen, von denen wir uns leiten lassen. Denn wenn wir uns selbst verändert haben, treffen wir auch nicht ständig auf die Menschen, die uns nichts oder nur wenig bezahlen wollen. Auch das hat mit uns zu tun. Das ist das Gesetz der Resonanz, wir ziehen immer das an, was wir aussenden, auch wenn es uns völlig unbewusst ist.

    • Julia Brötz sagt:

      Hallo Karin,

      das ist absolut wahr und kann ich nur bestätigen. Das hat sich bei mir gottseidank auch sehr verändert.
      Hat alles was mit der eigenen inneren Welt zu tun, aber genau dafür bist du ja die Expertin, wer da was ändern möchte. 😉

      Liebe Grüße
      Julia

  16. Hallo liebe Julia,
    warum das Geld ein Tabuthema ist? Weil es einfach mit enorm viel Emotionen geladen ist – das liebe Geld. Danke für diesen Beitrag, der den Nagel auf den Kopf trifft und zwar als Volltreffer. Ich bin als Heilpraktiker und Coach Frei-Berufler…. Die Freiheit heißt auch: keine Patienten oder Klienten – kein Geld. So einfach ist das. Gerade bei KollegInnen aus meiner Berufsgruppe der Heilpraktiker habe ich immer wieder erleben dürfen, dass sie tolle Arbeit leisten, aber bei der Rechnungsstellung in große Gewissensnöte geraten…. Warum eigentlich? Heilpraktiker und Geld passt nicht? In unserem speziellen Fall springt auch keine gesetzliche Krankenkasse ein, die die Leistungen übernimmt. Zum Heilpraktiker zu gehen heisst. Ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich im „normalen“ System nicht mehr klarkomme. Jetzt hilft vielleicht noch der Heilpraktiker…. Ist zwar jetzt etwas überzeichnet dargestellt worden, aber das ist tagtägliches Erleben. Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang bezüglich Geld ist: Stell Dein Mindset auf: Geld ist normal und der Treibstoff in unserem Leben. Und damit ist das Thema „geheilt“. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein richtig gutes und freies Geld-Bewusstsein. Mit besten Grüßen von Thomas

  17. Liebe Julia,
    ein schöner Artikel – und da rennst Du bei mir ja offene Türen ein 🙂 Denn als Finanzberaterin unterstütze ich Frauen beim Vermögensaufbau und als Vertriebspädagogin helfe ich Unternehmerinnen dabei, bessere Kundenbeziehungen aufzubauen, klarer zu kommunizieren und mit ihrem Soulbusiness richtig Geld zu verdienen.
    Dabei beginnt mein Job nicht beim Online-Marketing sondern dann, wenn die online gewonnenen Interessenten nun wieder offline und zu Kunden gemacht werden müssen.
    Ich erlebe oft, dass viele sich ins online-Marketing flüchten, weil sie glauben, damit dem „verhassten“ verkäuferischen Teil zu entgehen….Dabei kommst Du als Offline-Unternehmerin (damit meine ich, wenn Du offline-Produkte oder Dienstleistungen anbietest) so oder so gar nicht drum herum.

    Sowohl wenn‘ s ums Thema Geld wie auch um’s Thema verkaufen geht erlebe ich immer wieder die gleichen Hemmschwellen und Vorbehalte. Daher fängt meine Arbeit mit meinen Kundinnen fast immer beim Mindset an.
    Das Verkaufen an sich ist dann oft die kleinere Hürde und kann gelernt werden. Frauen bringen nämlich enorm viele Stärken mit, die man im Verkauf braucht. Sie stehen sich dann eher wieder mit ihrer „Abschlussangst“ im Weg. Aber das sind alles keine unüberwindbaren Hindernisse.

    Und last not least: lass mich eine Lanze für die Telefonakquise brechen. Im B2B-Bereich gibt es kaum eine Strategie, die mir mehr Spaß macht. Ich will neue, spannende Kunden? Ganz bestimmte Firmen, mit denen ich gerne zusammen arbeiten möchte? Okay….ich nehme den Hörer in die Hand und mache mir Kunden. Ganz gezielt. SO gezielt funzt kein Online-Marketing 🙂 Wenn man weiß, wie mans angehen kann, dann ist das wirklich FUN! Ich schwöre 🙂

    P.S. Wusstest Du, dass eine Studie gezeigt hat, dass erfolgreiche Unternehmerinnen so denken, wie erfolgreiche Verkäuferinnen (und andersrum)? Eigentlich total logisch, oder? 🙂

    LG und nochmal Glückwunsch zu Deinem klare Statement hier!
    Christina

  18. Cordula-Maya Rosenberg sagt:

    Vielen Dank für den Artikel.

    Wenn wir uns als Mensch und Dienstleister als WERTVOLL empfinden, werden wir auch den entsprechenden GELD-WERT von unseren Kunden verlangen, ohne uns dafür zu schämen.

    Wenn wir es dann noch schaffen unserem Kunden dieses Mindset im Verkaufsgespräch zu geben, dass auch er sich als WERT-VOLL empfindet etwas in seine Entwicklung zu investieren, dann wird er auch bereit sein, den Preis dafür zu zahlen.

  19. Gerda Jochim sagt:

    Hallo Julia,
    danke für die Ehrlichkeit. Ich bin Späteinsteigerin in die Selbstständigkeit bzw. im Aufbau damit. Meinen Wert zu fordern, damit fange ich jetzt erst an. Mich hat es gereizt in die Selbstständigkeit zu gehen, um Menschen Informationen an die Hand zu geben, damit sie sich selbst helfen können. Und auch um Geld zu verdienen, damit ich aus dem „Hamsterrad“ raus komme und „frei“ Geld verdienen kann. Wenn es dann noch funktioniert, noch besser… und ohne schlechtes Gewissen! Jede Arbeit/Dienstleistung hat ihren Wert und soll entsprechend honoriert werden, ja!
    Weiterhin viel Erfolg,
    LG Gerda

  20. […] Brötz hat in einem Blog-Artikel eine Lanze für mehr Geschäftssinn gebrochen: „Ich gestehe: Mir geht es nur noch um’s Geld“, schrieb […]

  21. Dominik Eller sagt:

    Eine der wenigen Headlines in meinem E-Mail-Postfach, die mich neugierig gemacht hat, Frau Brötz. Die Männerwelt sieht das allerdings ähnlich verkrampft, je nach dem wo man(n) gerade steht. Als Angestellter Einkäufer mit Uni-Abschluß und 35 € brutto/Stunde versteht man(n) oft nicht, warum der Freiberufler glaubt „unverschämte“ 180 €/h zu nehmen. Es dauert auch durchaus, bis ein Seminarteilnehmer versteht, dass die 1.997 € tatsächlich ein Investment sind, weil er z. B. 10.000 € danach spart. Gerade in Deutschland ist das Kosten-Denken tiefer verwurzelt, als die Nutzen-Denke. Als einer meiner „Freunde“ mich einmal nach einem „Freundschaftspreis“ fragte, sagte ich ihm mit einem Augenzwinkern: „Als mein Freund willst Du sicher, dass es mir gut geht und Du vertraust darauf und weisst, dass meine Trainings und Seminare immer ein vielfaches an Wert haben, als was ich dafür in Rechnung stelle. Deshalb wirst Du als guter Freund sicher gerne den Preis bezahlen und mich weiter empfehlen.“
    Antwort: “ DU DENKST AUCH IMMER NUR AN GELD!“. Ich habe seit dem nichts mehr von ihm gehört. Keine Facebook-Freundschaft, kein Xing-Kontakt, keine Geburtstagsgrüße, 5 Jahre her.. ..Content-Marketing ist sehr hilfreich, damit potentielle Kunden verstehen, dass man(n) und natürlich auch Frau, es wert sind. Genau genommen ist eine pünktlich bezahlte Rechnung ohne Abzüge die ehrlichste Form der Wertschätzung. Ein schönes Wochenende Ihnen allen. Wir sollten viel öfter über Geld reden und schreiben.

    • Lutz Birke sagt:

      Klasse Artikel. Und ebensolche Kommentare.
      Aus meinen 10 Jahren Angestelltendasein und ca. 20 Jahren Selbständigkeit kann ich einen Hauptgrund auf beiden Seiten bestätigen: schlichtes Nicht-Wissen.

      Und da schütte ich zuallererst Asche auf mein eigenes Haupt. Selbst als gelernter KreditBanker und nunmehr Versicherungsmakler – denen man ja von Haus aus durchaus kaufmännisches Grundverständnis einerseits und maßlose Gier andererseits unterstellt – war mir selbst bis vor Kurzem nicht wirklich klar, wie man einen Unternehmer-Stundensatz kalkuliert und auch objektiv begründet. Vor sich selbst, aber auch vor z.B. angestellten Kunden, denen 150 € p.h. naturgemäß als Wucher vorkommen muss. Für einen Selbständigen aber eher die untere Grenze darstellt, mit Büro, sozialer Mindestsicherung, Kfz, Altersvorsorge, Krankenversicherung, Miete, Essen, usw. Aber eben auch vor allem mit Zeiten für Vor- und Nachbereitung von Terminen, nichtverdienenden Zeiten für Steuererklärung, Weiterbildung und auch Urlaub natürlich.

      In vielen Branchen ist es doch bekanntermaßen so, dass Bürokratie und Orga inzwischen einen Großteil der Zeit beanspruchen, die natürlich in die Kalkulation mit einfließen muss. Von 40 h die Woche ist man wie viel tatsächlich mit Geldverdienten und wie viel mit dafür nötigen Nebentätigkeiten beschäftigt?!

      Wer beim Arzt nach 10 min schon wieder draußen ist, muss trotzdem die Abrechnung an die KK, den Arztbericht im Computer, die Arzthelferin und die Praxis mitbezahlen. Die meisten, und mich bis vor Kurzem eingeschlossen, sehen aber nur die 10 min und denken nicht daran, was alles noch mit dran hängt. Selbst, dass die Praxis immer sauber und aufgeräumt ist, erledigt sich nicht von allein, sondern kostet ebenfalls Zeit – und eben Geld.

      Wenn man das verinnerlicht hat, fällt es viel einfacher, dies zum einen zu erklären. Aber auch zu verstehen, dass es der Gegenüber gar nicht wissen KANN. Woher auch. Oder wer war als Arbeitnehmer wirklich dankbar, dass es ein beheiztes Büro, Kaffeemaschine und vernünftigen Schreibtisch gab? Das setzte man voraus, und kam sich trotzdem immer irgendwie ausgebeutet und unterbezahlt vor. Manche haben ja noch nicht einmal auf dem Schirm, dass die AG-Anteile für ihre Rente und Krankenversicherung ja nicht aus dem Sparstrumpf des Unternehmers kommen, sondern von ihnen selbst vorher erarbeitet werden müssen. Und wenn man „nur“ in der Buchhaltung sitzt, muss dies jemand anders an der „Verkaufsfront“ für einen mitverdienen. Und der Kunde der Firma folglich mitbezahlen.

      Viele Angestellte rechnen einfach ihr Brutto durch die Arbeitszeit. Da kommt man bei 4.000 Brutto und 40 h die Woche auf ca. 25 €/Stunde. Und dann kommt jemand rein und verlangt 150-300 €/h?! Woher soll dafür das Verständnis kommen, wenn man es nicht erklärt bekommt.

      Hilfreich übrigens, dies immer mal wieder für sich selbst zu aktualisieren: 😉

      https://www.akademie.de/wissen/online-rechner-stundensatz-nettoeinkommen-selbststaendig

  22. […] letzter Artikel über Geld war übrigens der meistgelesenste und meist kommentierteste im Jahr 2016 (Hier lesen: „Mir gehts nur noch ums Geld“!) Denn was ich immer wieder höre und erlebe ist eine große Unsicherheit, was die Preisgestaltung […]

  23. Ivana sagt:

    Danke für diesen Artikel und gerade den ersten Punkt, denn ich kam mir auch so geldgeil und egoistisch vor, weil ich es mir (auch ) ums Geld geht. Natürlich auch darum, Menschen, gerade Frauen zu helfen, aber irgendwie hatte ich im Kopf, dass das selbstlos sein muss. Ist natürlich Quatsch, denn auch mein Vermieter will Geld sehen, genauso wie der Bäcker. Da dreht sich jetzt wohl gerade ein Glaubenssatz von mir.

    Liebe Grüße,
    Ivana

  24. Nat sagt:

    Ich denke, das Unverständnis von vielen Frauen+Männern kommt daher, da eben VIELE/ALLE Frauen sehr viel unentgeltlich machen.
    Wir sind leider alle daran gewöhnt, dass Frauen viel tun + machen und dafür kein Geld sehen – sei es Kindererziehung/-betreuung oder Pflege der Eltern uvm.
    Das bleibt leider immer noch primär an Frauen hängen und die tun das ohne Entgelt – aus Liebe, Verpflichtung oä. Ist alles schön, gut + wichtig.
    Aber so bleibt leider bei vielen Menschen hängen, dass das was Frauen machen weniger bis gar nichts wert ist bzw. es ok ist wenn sie wenige/nichts dafür bekommen, weil ihre Leistung nicht entsprechend anerkannt wird.
    Und wie wird in unserer Gesellschaft Leistung anerkannt/wertgeschätzt? Durch Geld.

    Und damit schließt sich der Kreis der mangelnden Wertschätzung.

  25. Hallo allerseits kurz und knapp, natürlich darf man von dem was einem Spaß macht und was man seine Berufung nennen würde, auch fürstlich entlohnt leben können. Auch wenn man das Selbe auch machen würde wenn es kein Geld dafür gibt.

    LG Robert

    PS.: Super Artikel 🙂

  26. Liebe Julia,
    habe vielen Dank für diesen tollen Artikel!
    Ich habe im Mai diesen Jahres meine erste Firma, die ich vor 5 Jahren gründete, abgegeben. Hier kamen mehrere Faktoren zusammen: Die Freizeit wurde immer weniger, die Aufträge stapelten sich und wenn ich einem Kunden absagen wollte, weil es zeitlich einfach nicht passte, kam es durchaus vor, dass diese spät abends bei mir vor der Haustür standen und teils sogar in die Wohnung eingedrungen sind. Als ich dann erklärte, dass ich dann ihre Projekte outsourcen müsste und damit die Preise erhöhen, war das natürlich auch nicht gewollt.
    Und der zweite Faktor war, dass ich mich viel zu sehr unter Wert verkauft habe. Bei einem Umsatz von 12.000€ blieben bei mir nicht mal 2.000€ hängen – Vor Steuer ect. Und das für 10 Stunden á 7 Tage die Woche?
    Als ich dann ankündigte, dass ich mit den Preisen hochgehen müsse, waren nahezu alle dagegen und ich musste wochenlang gegen einen Shitstorm ankämpfen.
    Letztendlich habe ich meine Firma dann abgegeben. Und ehrlich: Ich bin so froh und erleichtert darüber!
    Ich habe keinen Monat später ein Konzept entworfen und umgesetzt, was mich nun freier macht und unabhängiger von der persönlichen Betreuung meiner Kunden. Wenn ich mal nicht kann, ist es einfach so. Und wenn ich meine Preise festsetze, dann ist es so. Ganz ohne Nachfragen. Das fühlt sich gut ein. Natürlich sind meine Einnahmen noch nciht wieder da, wo ich sie mir wünsche, aber dort komme ich wieder hin – nur, dass ich nun frei bin.

    Liebe Grüße
    Sandra

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